Mausoleum (Pilgerstätte) von Gedikhasanlı Şakir Efendi
Mehmet Şakir Suntay, bekannt als Gedikhasanlı Şakir Efendi, stammte ursprünglich aus dem Viertel Cami-i Kebir in Kayseri; seine Familie ließ sich später im Dorf Gedikhasanlı bei Yozgat nieder. Als mittlerer Sohn von Ali Efendi aus dieser in Kayseri unter dem Namen „Cücezadeler“ bekannten Familie wurde Şakir Efendi 1853 in Yozgat geboren.
Ausbildung und Ämter
Seine Ausbildung begann Şakir Efendi in seinem Geburtsdorf, schloss anschließend die Osmanpaşa-Medrese ab, ging danach nach Kayseri, wo er von Müritzade Ali Efendi und weiteren namhaften Gelehrten der Zeit die Idschāza erhielt, und kehrte schließlich nach Yozgat zurück. In Yozgat wirkte er sowohl in osmanischer als auch in republikanischer Zeit als Müderris an der Demirli-Medrese und unterrichtete zudem eine Zeit lang an der Osmanpaşa-Medrese, an der er selbst studiert hatte. Nach der Schließung der Medresen zog er sich in sein Dorf zurück, versah dort das Amt des Imam-Hatip und setzte die geistliche Unterweisung der Bevölkerung fort. Unter den Schülern Şakir Efendis, der in Yozgat und Osmanpaşa zeit seines Lebens unzählige Studenten ausbildete, finden sich bekannte Namen wie der Naqschbandi-Scheich Şeyhzade Ahmet Efendi und der Mufti Hulusi Akyol.
Seine gelehrte Persönlichkeit
Şakir Efendi, der über tiefes Wissen im Arabischen, in der Hadithkunde und insbesondere in den Koranwissenschaften und der Exegese verfügte, soll die Ruus-Prüfung (auf Doktoratsniveau) bestanden und den Titel eines Dersiam erhalten haben; obwohl ihm ein Müstahıkkın-i-ilmiye-Gehalt zugesprochen wurde, habe er dieses nicht angenommen, wie diejenigen berichten, die ihn aus der Nähe kannten, auch wenn hierzu kein amtliches Dokument gefunden wurde.
Tod und Pilgerstätte
Obwohl er in seinen letzten Lebensjahren bei guter Gesundheit war, erblindete Şakir Efendi auf beiden Augen und verstarb 1937 im Dorf Gedikhasanlı, wo er auf dem Dorffriedhof bestattet wurde. Sein Grab wurde von seinen Verehrern zu einer Pilgerstätte gemacht und wird bis heute als religiöser Wallfahrtsort aufgesucht.
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