Die Kazankaya-Schlucht, die in der zum Landkreis Aydıncık gehörenden Kleinstadt Kazankaya beginnt und im zur Provinz Çorum gehörenden Dorf İncesu endet, ist ein beeindruckendes, etwa 10 bis 12 Kilometer langes Tal, das stellenweise 700 Meter Tiefe erreicht und vom Fluss Çekerek, einem Nebenfluss des Yeşilırmak, gegraben wurde.
Geografische Merkmale
Im Süden des Tals erheben sich die 1.363 Meter hohen Alan-Berge, im Westen der Malbelen-Hügel. Im Tal befinden sich Höhlen, eine reiche Vegetation und ein Naturraum, der 263 Vogelarten beherbergt.
Historische Überreste
In den Felsen an beiden Ufern des Tals haben sich verschiedene Spuren aus vorgeschichtlicher und hethitischer Zeit bis heute erhalten:
- Reste von Wehrmauern aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.
- In den Fels gehauene Balkenlöcher
- Treppenstufen
- Spuren hethitischer Bauten
Das auffälligste Werk der Schlucht ist das rund 2.000 Jahre alte, 3,16 Meter hohe Relief der Fruchtbarkeits- und Überflussgöttin Kybele, das in eine Nische gehauen wurde, die auf eine Burg am gegenüberliegenden Ufer blickt.
Lage und Besuch
Die Schlucht, die in einer Region mit antiken Städten wie Alacahöyük, Hattuşa (Boğazköy), Şapinuva, Maşat Höyük, Tavium und Kerkenes liegt, wird seit einigen Jahren mit Wanderwegen und gläsernen Aussichtsterrassen für den Naturtourismus erschlossen; die günstigsten Zeiten für einen Besuch sind Frühling und Herbst.
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