Die an der Straße Yozgat-Kadışehri, am Schnittpunkt der Dörfer Kesikköprü und Örencik gelegene Çekereksu-Karawanserei wurde in den Jahren 1239-1240 von der Sultansmutter (Valide Sultan) Melike Mahperi Hatun errichtet, der Gemahlin des Seldschukensultans Alaeddin Keykubad I. und Mutter von Gıyaseddin Keyhüsrev II.
Geschichte
Mahperi Hatun zählt zu den einflussreichsten Wohltäterinnen ihrer Zeit; sie war bekanntermaßen auch die Stifterin bedeutender seldschukischer Stiftungsbauten derselben Epoche, etwa der Karatay-Karawanserei an der Straße Kayseri-Sivas und des Hunad-Hatun-Komplexes (Külliye) in Kayseri. Die Çekereksu-Karawanserei bildet ein Glied dieses weitverzweigten Stiftungsnetzes in der Region Yozgat.
Architektonische Merkmale
Die in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete Karawanserei wurde in Bruchstein und Kalkmörtel in Mauerwerkstechnik errichtet; das Deckensystem der Überreste ist tonnengewölbt. Die Bauteile gliedern sich wie folgt:
- Der breiter angelegte Nordteil.
- Seitenflügel aus steingedeckten Räumen in Ost-West-Richtung.
- Im Südflügel drei gewölbte Räume, die sich ebenfalls in Nord-Süd-Richtung erstrecken.
Heutiger Zustand
Die heute weitgehend verfallene Karawanserei ist eine bedeutende Station für alle, die den Spuren des anatolisch-seldschukischen Karawanenwegenetzes des 13. Jahrhunderts in der Region Yozgat folgen möchten; gemeinsam mit der Çınçınlı-Sultan-Karawanserei von Saraykent an derselben Route wirft sie Licht auf die Handels- und Verkehrsgeschichte der Region in seldschukischer Zeit.
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