Die Başçavuş-Moschee im Stadtteil İstanbulluoğlu ist ein Bauwerk der osmanischen Zeit, das seinen Namen der Inschrift am Eingang des Gebetsraums verdankt. Der Inschrift zufolge wurde sie im Jahr H.1215 (1800-1801) von Halil Ağa, dem Oberfeldwebel (Başçavuş) des Çapanoğlu Süleyman Bey, errichtet. Aufgrund ihrer architektonischen und dekorativen Merkmale zählt sie zu den seltenen Bauwerken der Provinz, die bis heute ununterbrochen dem Gottesdienst geöffnet blieben.
Der Komplex (Külliye)
Die Moschee war ursprünglich Teil eines Komplexes (Külliye). Die weiteren Gebäude des Komplexes waren:
- eine heute zerstörte Schule
- ein nicht mehr genutztes Doppelbad
- ein Brunnen von 225x165 Zentimetern westlich des Hofeingangs
Architektonische Merkmale
Am Nordwesteck des aus Stein und Ziegel gemischt gemauerten Bauwerks mit flacher Decke und Walmdach erhebt sich ein Minarett mit rundem Schaft. Der rechteckige Gebetsraum weist an der Ost- und Westwand je drei, an der Süd- und Nordwand je zwei Fenster auf; der Mihrab in der Achse der Südwand ist halbrund und zylindrisch geformt. Im Norden des Gebetsraums erstreckt sich ein von zwei großen Holzpfeilern getragener, zweigeschossiger Vorraum (Narthex), an den Seiten eine Empore, auf der sieben schlanke Säulchen durch verputzte Holzbögen (Bağdadi) miteinander verbunden sind.
Verzierungen
Während das Äußere der Moschee schmucklos ist, ist der Innenraum reich mit Malereien verziert. Der Mihrab ist von feinen gedrehten Säulen und Voluten aus Gips bekrönt; Decke und Wände des Gebetsraums sind mit marmorimitierenden Tafeln und rautenförmigen Feldern mit Blumenmotiven bedeckt. In den Bordüren unterhalb der oberen Emporen fallen auf 1230 (1815) datierte Landschaftsbilder auf, die Pavillons, Zelte, Brücken, Windmühlen und Brunnen darstellen. Im angrenzenden Friedhof befindet sich das Grab ihres Stifters Halil Ağa (gest. H.1231/1815-16).
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