Die Çapanoğlu-Moschee (Büyük Cami) im Stadtzentrum von Yozgat, nahe dem Platz der Republik im Stadtteil İstanbulluoğlu, ist ein historisches Bauwerk, das im Volksmund auch „Ulucami“ (Große Moschee) genannt wird. Mit ihrem von jedem Punkt der Stadt aus sichtbaren schlanken Minarett, ihrer Kuppel auf hohem Tambour und ihren Ecktürmen zählt sie zu den markantesten Bauwerken von Yozgat.
Geschichte
Die Moschee besteht aus zwei getrennten Bauphasen. Der südliche Teil der inneren Moschee wurde im Jahr 1193 (1779) von Çapanoğlu Mustafa Bey, dem Sandschakbey von Bozok, errichtet. Der von Norden angefügte Teil der äußeren Moschee wurde hingegen im Jahr 1208 (1793-94) von seinem Bruder Süleyman Bey fertiggestellt.
Architektonische Merkmale
Das Bauwerk, das als eines der bedeutenden anatolischen Beispiele des unter europäischem Einfluss entwickelten Barockstils der osmanischen Zeit gilt, ist von Hofmauern umgeben. Es besitzt Bogentore im Osten und Westen; 1964 wurde im Norden ein dritter Eingang hinzugefügt.
Im Inneren besticht die Moschee zudem durch ihre reichen Malereien. Die Wände des Gebetsraums, die oberen Wandflächen sowie die Bogenkrümmungen und -laibungen sind mit marmorimitierenden Malereien verziert.
Heutiger Zustand
Die auch heute noch aktiv dem Gottesdienst geöffnete Çapanoğlu-Moschee ist sowohl durch ihre Architektur als auch durch ihren historischen Wert, der die Spuren der Çapanoğulları-Dynastie in Yozgat widerspiegelt, einer der meistbesuchten kulturellen Orte der Stadt.
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