Das Gebäude, das das Museum von Yozgat beherbergt, wurde 1871 im Stadtviertel İstanbulluoğlu unter dem Namen Nizamoğlu Konağı als privates herrschaftliches Wohnhaus errichtet. Der Bau selbst ist als typisches Beispiel osmanischer Wohnarchitektur mit seinen handwerklich gefertigten Verzierungen ebenso sehenswert wie die Sammlungen.
Geschichte
Das lange Zeit als Wohnhaus genutzte Bauwerk diente später nacheinander als Mädchen-Kunstschule und als Lager der Tabakregie (Tekel). 1975 wurde das Herrenhaus vom Hohen Rat für unbewegliche Altertümer als schützenswertes unbewegliches Kulturgut unter Denkmalschutz gestellt und 1979 vom Kulturministerium verstaatlicht; nach einer umfassenden Restaurierung wurde es 1985 als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Sammlungen
In dem zweigeschossigen Bau werden in den Sälen des Erdgeschosses archäologische Objekte und in den Sälen des Obergeschosses ethnografische Objekte ausgestellt.
Die ethnografische Abteilung umfasst über 2.800 Objekte. Ausgestellt werden folgende Stücke aus der Spätzeit des Osmanischen Reiches und den ersten Jahren der Republik:
- Kleidung
- Küchengeräte
- Waffen
- Holzgegenstände
- Kelim- und Teppichgewebe
- Handschriften und Fahnen
In den Räumen des Obergeschosses befinden sich zudem seltene Beispiele der Malkunst des 19. Jahrhunderts. In der archäologischen Abteilung wiederum werden in drei Sälen rund 1.640 Objekte gezeigt, die das reiche archäologische Potenzial der Provinz widerspiegeln:
- Statuen
- Sarkophage
- Münzen
- Siegel
- Inschriften
Heutiger Zustand
Es ist ein bedeutender kultureller Anlaufpunkt, der die Geschichte von Yozgat und sein städtebauliches architektonisches Erbe zugleich präsentiert.
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