Der Şeyh-Necdi-Mescit (kleine Moschee) liegt mitten im Basar des Viertels Nohutlu im Zentrum von Yozgat, an der Lise-Straße. Obwohl das Bauwerk keine Inschrift trägt, existiert eine Abschrift einer Stiftungsurkunde (Waqf), die auf den Monat Cemaziyelevvel 1326 der Hidschra (also den 20. Juni 1908) datiert ist.
Geschichte
Der Stifter des Bauwerks ist Şeyh El-Hac Salih Sabri Dede Efendi bin Hasan aus Konya. Die Moschee, die lange Zeit auch als Volksbibliothek diente, ist unter dem Namen ihres letzten Scheichs, Şeyh Necdi, bekannt. Das Bauwerk, das als ehemaliges Mevlevi-Kloster (Dergâh) bezeichnet wird, liegt mitten im Basar an der Lise-Straße.
Architektonische Merkmale
Der Gebetsraum hat einen querrechteckigen Grundriss, eine flache Decke und ein Walmdach. Im Süden befindet sich ein Mihrab mit zylindrischem Körper, daneben eine aus neuem Holz gefertigte Minbar. Man betritt den Gebetsraum durch eine gegenüber der Achse der Ostwand nach Norden versetzte Tür; östlich dieses Zwischenraums liegen zwei Räume, beide mit annähernd quadratischem, rechteckigem Grundriss und flacher Decke. In der nach Süden weisenden Wand des südlichen Raumes befinden sich drei rundbogige, profilierte untere Fenster, ähnlich denen im Hauptraum.
Sein Platz in der Geschichte der Sufik
In dem Bauwerk, von dem es heißt, es sei einst als Mevlevi-Kloster (Mevlevihane) genutzt worden, fällt auch ein inzwischen geschlossener Vordachbereich auf. Als konkretes Zeugnis der Präsenz des von Konya ausgehenden Mevlevi-Ordens in Yozgat ist dieses Bauwerk eines der wenigen erhaltenen Werke seiner Zeit, das sowohl religiös als auch für die Geschichte der Sufik von Bedeutung ist.
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