Der Yılanboynu-Hügel ist ein Siedlungshügel im Stadtviertel Mareşal Fevzi Çakmak des Landkreises Saraykent, etwa 50 Meter nördlich des Kreiszentrums gelegen; der Zugang erfolgt über eine neu angelegte Schotterstraße.
Das Siedlungsgebiet
Das etwa 250 Meter durchmessende Siedlungsgebiet erstreckt sich von den steilen Hängen des natürlichen Felshügels bis zu dessen Fuß. Der westliche, südliche und der Gipfelbereich der Fundstätte wurden durch in der Vergangenheit vorgenommene Raubgrabungen beschädigt.
Besiedlungsperioden
Die bei den Oberflächenuntersuchungen festgestellten zahlreichen Keramikfunde belegen, dass der Hügel in den folgenden Perioden besiedelt war:
- Früh- und Mittelbronzezeit
- Eisenzeit (Phrygerzeit)
- Römische Epoche
Archäologische Bedeutung
Mit dieser mehrschichtigen Besiedlungsgeschichte zählt der Yılanboynu-Hügel gemeinsam mit den übrigen bedeutenden Tells im Kızılırmak-Becken von Yozgat (wie Alişar Höyük oder Çadır Höyük) zu den Fundstätten, welche die lange Siedlungsgeschichte Zentralanatoliens von der vorhethitischen bis zur römischen Zeit dokumentieren. Auch wenn noch keine systematischen Ausgrabungen durchgeführt wurden, zeigen die Oberflächenfunde, dass die Siedlung ein erhebliches Potenzial für die Archäologie der Region Yozgat birgt.
Besuchsinformationen
Die sehr zentrumsnahe Lage des Hügels erlaubt es, ihn zugleich als einen der Aussichtspunkte in der Umgebung von Saraykent zu betrachten. Da er in Gehweite zum Kreiszentrum liegt, ist er ein kurzer Halt, den Reisende bei einem Besuch in Saraykent ohne zusätzlichen Zeitaufwand besichtigen können.
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