Hethitische Skulpturenwerkstätten von Karakız und Kazankaya (Sorgun)
Im Viertel Karakız der zum Bezirk Sorgun gehörenden Kleinstadt Yeniyer wurden auf einem felsigen Gelände etwa 500 Meter nördlich des Rathauses zusammen mit einer Löwenskulptur zahlreiche bearbeitete und halbbearbeitete Basaltblöcke festgestellt. Diese Funde zeigen, dass das Areal in hethitischer Zeit als Steinbruch und Skulpturenwerkstatt genutzt wurde; die harten Basaltgesteine der Region dürften von den Steinmetzen jener Zeit für die Herstellung von Skulpturen und architektonischen Elementen bevorzugt worden sein.
Die Funde von Karakız und Kazankaya
Am Fundort Kazankaya, etwa einen Kilometer südlich der Straße Karakız-Kadışehri, trifft man dagegen auf eine andere Fundgruppe:
- Im Viertel Karakız eine Löwenskulptur sowie zahlreiche bearbeitete und halbbearbeitete Basaltblöcke.
- Am Fundort Kazankaya eine zwei Meter im Durchmesser messende, in den Fels gehauene Wasserzisterne sowie auch hier halbbearbeitete Basaltblöcke.
Man vermutet, dass diese Zisterne angelegt wurde, um den Wasserbedarf der in der Werkstatt arbeitenden Handwerker zu decken oder um beim Prozess der Steinbearbeitung genutzt zu werden. Das gemeinsame Vorkommen bearbeiteter und halbbearbeiteter Steine auf demselben Areal deutet darauf hin, dass die verschiedenen Phasen des Produktionsprozesses der Werkstatt hier gleichzeitig abliefen oder dass die Arbeit plötzlich unterbrochen wurde.
Besucherinformationen
Diese beiden etwa 17 Kilometer vom Bezirkszentrum Sorgun entfernten Punkte sind heute im Freien, auf natürlichem felsigem Gelände zu besichtigen und zählen zu den in Anatolien selten anzutreffenden konkreten Vor-Ort-Beispielen der Steinbearbeitung aus hethitischer Zeit.
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