
Achtung: Diese Route sollte mit dem Auto zurückgelegt werden, nicht zu Fuß — die Stationen, verteilt auf verschiedene Ecken des Bezirks Sorgun, ergeben zusammen rund 80 km. Wer früh morgens aufbricht, kann sie bequem an einem Tag schaffen.
Erster Halt sind die Ruinen von Kerkenes — eine der größten eisenzeitlichen Siedlungen Zentralanatoliens aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Obwohl der Großteil der Ausgrabungen noch aussteht, bieten die Stadtmauern einen beeindruckenden Anblick. Von dort geht es weiter Richtung Süden zum Hügel Alişar Höyük; ununterbrochen besiedelt von der vorhethitischen Zeit bis in die römische Epoche, wurde dieser Siedlungshügel durch die von amerikanischen Archäologen in den 1920er-Jahren durchgeführten Ausgrabungen zu einem der Grundpfeiler der anatolischen Archäologie — die damals angelegten Grabungsgruben sind noch heute sichtbar.
Zurück im Zentrum von Sorgun besuchen Sie die Salih-Paşa-Moschee und gönnen sich eine kurze Pause; ein guter Ort, um dem Alltag des Bezirks zuzusehen. Zum Abschluss lohnt ein Abstecher zu den hethitischen Skulpturenwerkstätten von Hapisboğazı und Karakız-Kazankaya im ländlichen Umland — in diesem einst als Steinbruch genutzten Felsgebiet finden Sie Tausende Jahrtausende alte, halb bearbeitete Statuen-Rohlinge. Es ist eine in der Türkei ihresgleichen suchende Freiluftwerkstatt, die zeigt, wie hethitische Steinmetzarbeit funktionierte.
Diese Route ist für alle gedacht, die sich für Geschichte begeistern und keine Scheu haben, den Asphalt zu verlassen und sich etwas Staub einzufangen.
Stationen der Route- 1
OrtRuinen von Kerkenes
- 2
OrtSiedlungshügel von Alişar
- 3
OrtSalih-Paşa-Moschee
- 4
OrtHethitische Bildhauerwerkstatt von Hapisboğazı
- 5
OrtHethitische Skulpturenwerkstätten von Karakız und Kazankaya (Sorgun)
